Karoline Preisler

In Mecklenburg-Vorpommern bin ich zu Hause. Geboren wurde ich 1971 in Ost-Berlin. Mit Mann und Kindern lebe ich Vorpommern. Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Potsdam, Erstes Juristisches Staatsexamen. Referendariat beim Kammergericht Berlin, Abschluss: Zweites Juristisches Staatsexamen. Beruf: Volljuristin.

Seit 2013 Basismitglied in der FDP und aktiv im Landesfachausschuss Innen, Recht und Europa. Mitglied im Bundesfachausschusses Kirchen, Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften. Spitzenkandidatin der FDP in Mecklenburg-Vorpommern zur Europawahl 2019.

Zweite Vorsitzende der Lebenshilfe Ostseekreis e. V. und Vorstandsvorsitzende der Arno Esch Stiftung e.V.

Bildung ist die Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben.

Obwohl Bildung wesentlich über die Zukunftschancen der Menschen bestimmt, wird sie in Mecklenburg-Vorpommern vernachlässigt: Lehrerinnen und Lehrer mit immer mehr Aufgaben, größeren Klassen und immer weniger Vorbereitungszeit. Marode Schulgebäude, veraltete Ausstattung, häufige Unterrichtsausfälle, Abhängigkeit des Bildungserfolgs vom sozialen Status der Eltern und mittelmäßiges Abschneiden unserer Schülerinnen und Schüler – all das ist Realität.    

Mehr Lehrer als unseren Kindern lieb ist. FDP

Wir Freie Demokraten wollen die Ausgaben für Bildung erhöhen, denn jeder nicht in Bildung investierte Euro wird uns später doppelt und dreifach kosten. Die umfassende Modernisierung des Bildungssystems würde Länder und Kommunen allein überfordern. Die Finanzierung muss daher eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe werden. Auch ideologisches Gezänk und bürokratische Reibungsverluste passen nicht mehr in eine Zeit. Dabei darf es aber keine Angleichung nach unten geben. Damit wir mit den führenden Nationen mithalten können, brauchen wir mehr Mobilität und mehr Vergleichbarkeit zwischen den 16 Ländern. Dafür muss unser Bildungssystem grundlegend reformiert werden.

Unsere Grundrechte sind über die Jahrhunderte erkämpft worden. Nicht das Land gewährt seinen Bürgern Freiheiten, sondern wir Bürger gewähren dem Land Eingriffsmöglichkeiten. Wenn wir in einer freien und fairen Gesellschaft zusammenleben möchten, brauchen wir Regeln. Diese Regeln müssen aber für alle gelten und Land und Behörden müssen hier mit gutem Beispiel vorangehen. Freiheit und Sicherheit dürfen dabei niemals gegeneinander ausgespielt werden. Ich setze mich dafür ein, dass wir Skandale um NSU, Nordkreuz, Brand- oder Farbanschläge, Prepper und rechtes Netzwerk im SEK in Mecklenburg-Vorpommern aufarbeiten und unsere Lehren daraus ziehen. Wir brauchen eine Justiz- und Polizeireform, die nicht gegen die dortigen Beschäftigten agiert, sondern mit ihnen den Veränderungsprozess geht.

„Ich setze mich für eine geordnete und durchdachte Flüchtlings- und Einwanderungspolitik ein. Für einen planbaren Prozess mit geregeltem Arbeitsmarktzugang und vernünftigen Bleibekriterien braucht es ein modernes Einwanderungsgesetz. Darüber hinaus müssen wir mehr für eine gelingende und aktive Integration tun. Migration kann aber nur erfolgreich sein, wenn sie nach den Regeln unseres Rechtsstaates erfolgt.  Mit meiner Arbeit möchte ich dabei zu einer guten Entwicklung des gesellschaftlichen Klimas beitragen.“


Familie

Für uns Freie Demokraten ist die Familie die wichtigste Grundfeste in unserer Gesellschaft. Unter Familie verstehe ich jede Form von Partnerschaft zwischen Menschen. Nicht das Geschlecht, der soziale Status oder die sexuelle Orientierung ist für mich dabei maßgebend. Eines meiner zentralen Anliegen ist eine echte Chancengerechtigkeit für alle Menschen.

Moderne Familienpolitik muss die vielfältige Realität familiären Zusammenlebens berücksichtigen. Insbesondere Kinder, ältere und kranke Menschen brauchen die familiäre Geborgenheit. Einen Schutz, der nur dann entstehen kann, wenn traditionelle Familien , Wechselmodell, Doppelresidenz, Patchworkfamilien, Alleinerziehende oder gleichgeschlechtliche oder non binäre Partnerschaften sich auf vorurteilsfreie Rahmenbedingungen verlassen können. Wahlfreiheit und Eigenverantwortung sind hier wichtige Schlagworte.

Gesellschaft

Ich will eine faire Gesellschaft, die private Bindungen wie die Familie und insbesondere Kinder schützt, die Solidarität mit Schwächeren fördert und Menschen mit Behinderungen in ihren Entfaltungsmöglichkeiten stärkt. Das liberale Verständnis von Sozialpolitik orientiert sich an den Grundsätzen „Hilfe zur Selbsthilfe“, „Fördern und Fordern“ und „ambulant vor stationär“. Nur ein selbstbestimmtes Leben ist auch ein menschenwürdiges Leben.

Mecklenburg-Vorpommern

Aus Mecklenburg-Vorpommern kommt das Essen auf unseren Tisch. Unsere Landwirte leisten hierzu einen zentralen Beitrag, da sie hochwertige und bezahlbare Lebensmittel bereitstellen. Dennoch kämpfen sie mit zu viel Bürokratie und Wettbewerbsnachteilen in Europa. Auch in der Landwirtschaft setzen wir auf Wettbewerb statt Ideologien. Wir haben in unserem Bundesland Diktaturen erlebt und leidvoll erfahren, was Planwirtschaft anrichtet. Wir wollen die unternehmerische Landwirtschaft – gleich ob konventionell oder ökologisch – stärken und Innovationen fördern.

Wirtschaft

Wirtschaft ist nicht alles. Aber ohne eine starke Wirtschaft ist alles nichts: Sie schafft Arbeitsplätze, so dass Menschen ihren Lebensunterhalt verdienen können. Sie sorgt für Steuereinnahmen, aus denen Rechtsstaat, Infrastrukturen, Kultur- und Sozialstaat finanziert werden. Ich setze mich dafür ein, dass Mecklenburg-Vorpommern wirtschaftlich stärker wird. Ich fordere beste Bildung, weniger Bürokratie und Steuerlasten, mehr Wettbewerb sowie eine Innovations- und Investitionsoffensive für unser Bundesland. Handwerk, Landwirtschaft, Maritime Wirtschaft, Industrie und Mittelstand sind Motor unserer Sozialen Marktwirtschaft.